Blähungen in der Schwangerschaft - Bedenkenlos oder gar gefährlich?

in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft – Was ist zu beachten?

Blähungen in der Schwangerschaft

Blähungen in der Schwangerschaft

Blähungen in der SchwangerschaftEine Schwangerschaft wird vom Großteil der Frauen als wunderschöne Zeit beschrieben. Das Wissen, dass ein kleines Wesen in einem heranwächst, das Gefühl, wenn sich der Embryo das erste Mal bewegt und die Vorfreude auf das Kind erwecken viele Glücksgefühle in einer werdenden Mutter.
Da wird über ungute Begleiterscheinungen gerne einmal hinweg gesehen. Dennoch sind Übelkeit, Rückenschmerzen und Blähungen in der Schwangerschaft nicht immer so einfach wegzustecken. Warum es überhaupt zu Blähungen in der Schwangerschaft kommt, und ob man etwas dagegen tun kann, erfahren Sie hier.

Sind Blähungen normal?

Pro Tag entweichen dem menschlichen Körper zwischen 15 und 40 Mal Blähungen. Das ist völlig normal, und entsteht als Abfallprodukt beim Verdauen, beziehungsweise, wenn zu viel Luft geschluckt wird.
In der Schwangerschaft kommt es noch häufiger zu Blähungen.
Der Grund dafür ist das Hormon Progesteron.
Dieses wird zu Beginn der Schwangerschaft verstärkt produziert, und führt dazu, dass sich das weiche Muskelgewebe im Körper entspannt – darunter auch der Magen-Darm-Trakt. Durch diese Entspannung arbeitet der Darm langsamer, Gase stauen sich auf, und es kommt vermehrt zu Blähungen in der Schwangerschaft sowie Aufstoßen (siehe auch: Sodbrennen in der Schwangerschaft).

Dies sind zwar unangenehme Begleiterscheinungen für die werdende Mutter, bedenklich ist dies aber nicht. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen.
Lediglich wenn die Blähungen von Bauchkrämpfen oder ungewöhnlichen Bauchschmerzen begleitet sind, sollten Sie Ihren Arzt konsultieren.

Wodurch entstehen Blähungen?

Gegen lästige Blähungen während der SchwangerschaftDer Grund, warum es vermehrt zu Blähungen in der Schwangerschaft kommt, ist, wie erwähnt, das Hormon Progesteron.
Die Entstehungsweise von Blähungen ist aber immer dieselbe.
Ein Auslöser kann sein, dass zu schnell gegessen, zu wenig gekaut und dabei zu viel Luft mit geschluckt wird.
Die andere Ursache kann sein, dass die Nahrung im Magen und Dünndarm nicht vollständig verdaut werden kann, weiter in den Dickdarm wandert, und dann dort von bestimmten Enzymen zersetzt werden muss. Dabei entstehen als Abfallprodukt die besagten Gase.
Wenn Sie ein wenig darauf achten, was Sie essen, so können sie dies einschränken.
Denn die Übeltäter sind meist Kohlenhydrate – Fette und Eiweiße verursachen nur ganz selten Blähungen.

Was kann dagegen getan werden?

Die einfachste Lösung wäre wohl, alle Lebensmittel, die Blähungen verursachen, wegzulassen. Bei Blähungen in der Schwangerschaft auf keinen Fall, aber auch außerhalb einer Schwangerschaft ist das aber kein ratsamer Schritt, da eine ausgewogene Ernährungsweise somit etwas erschwert möglich ist. Vor allem in der Schwangerschaft kann dadurch ein Gesundheitsrisiko für das heranwachsende Baby entstehen.
Um sich das Leben aber dennoch etwas leichter zu machen, und zumindest einem Teil der Blähungen zu entgehen, nehmen Sie sich folgende Tipps & Tricks zu Herzen.

Tipps & Tricks gegen Blähungen in der Schwangerschaft

Nein zu Limonaden und prickelndem Mineralwasser Mineralwasser ist an sich gesund und gut für den Körper. Blähungen kann die Kohlensäure aber verstärken. Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, dann trinken Sie stilles Mineralwasser. Enthalten Limonaden Fruchtzucker, so wirkt dies neben der enthaltenen Kohlensäure ebenfalls Blähungen fördernd.
Raffinose vermeiden Haben Sie schon einmal von Raffinose gehört? Die meisten wahrscheinlich nicht, aber dennoch nehmen wir es sehr häufig zu uns.
Raffinose ist ein Zucker, welcher in diversen Gemüsesorten enthalten ist, und Blähungen fördert. Dazu gehören Spargel, Bohnen, Artischocken, Kohl, Blumenkohl, Rosenkohl und Brokkoli. Schränken Sie den Konsum dieser Gemüsesorten ein, und lassen Sie sich stattdessen anderes Gemüse schmecken. Zu 100% müssen Sie aber auch auf die oben genannten Sorten nicht verzichten, denn vor allem in der Schwangerschaft ist eine ausgewogene Ernährung besonders wichtig.
Stärke und Ballaststoffe Auch stärkehaltige Lebensmittel wie Nudeln und Kartoffeln können blähungsfördernd sein. Ballaststoffe, die in Haferflocken und vielen Früchten enthalten sind, wirken sich ebenfalls negativ aus.
Der Grund dafür ist, dass diese größtenteils im Dünndarm verarbeitet werden, und dies, wie erwähnt, zu Blähungen führt.
Greifen Sie stattdessen zu Reis und Weizenkleie, dann sind Sie auf der sicheren Seite.
Große Mahlzeiten vermeiden Wie viele Beschwerden des Verdauungstraktes können auch Blähungen in der Schwangerschaft durch das Vermeiden großer Mahlzeiten gelindert werden. Essen Sie stattdessen kleiner Mahlzeiten über den Tag verteilt.
Richtig Essen Ja, man kann auch durch „falsches“ Essen Blähungen begünstigen.
Kauen Sie Ihr essen gut und essen Sie langsam- dadurch vermeiden Sie, dass Sie zu viel Luft mitschlucken, und machen es dem Körper leichter, die Nahrung zu verdauen.
Setzen Sie sich außerdem aufrecht hin. Der Magen darf nicht zusammen gekrümmt sein, wenn er verdaut.
Kleidung Setzen Sie auf bequeme Kleidung. Klamotten, welche Sie im Bereich des Bauches einengen, wirken sich negativ aus.
Bewegung Bewegung ist in allen Lebensbereichen das um und auf. Vor allem Bewegung an der frischen Luft ist besonders gesund. Ein kleiner Verdauungsspaziergang bringt die Verdauung in Schwung und versorgt Ihren Körper mit Sauerstoff- Sie sind dadurch allgemein fitter und fühlen sich rund um wohler.


VN:F [1.9.20_1166]
Rating: 5.0/5 (1 vote cast)
Blähungen in der Schwangerschaft, 5.0 out of 5 based on 1 rating