Erkältung in der Schwangerschaft - Was ist zu tun?

in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft – Was ist zu beachten?

Erkältung in der Schwangerschaft

Erkältung in der Schwangerschaft

Erkältung in der SchwangerschaftEine Schwangerschaft hat starke Auswirkungen auf den weiblichen Körper. Druck auf den Magen verursacht Sodbrennen, das Wachsen des Babys verursacht Übelkeit, die veränderte Haltung verursacht Rückenschmerzen und vieles mehr.

Als ob all diese Dinge nicht genug wären, wird nebenher auch noch das Immunsystem geschwächt. Der Körper steckt so viele Ressourcen wie möglich in die Sicherheit des heranwachsenden Babys. Das Resultat ist häufig eine Erkältung in der Schwangerschaft.

Das Immunsystem in der Schwangerschaft

Das Immunsystem ist dazu da, Viren und Bakterien abzuwehren und Sie damit vor Erkrankungen zu schützen. Wenn Sie doch einmal erkranken, ist das Immunsystem dafür zuständig, die Krankheit abzuwehren, damit Sie genesen können.
Während einer Schwangerschaft ändert sich das ein wenig. Erste Priorität ist das Baby. Das Baby soll gesund heranwachsen und das Immunsystem tut sein bestes um Krankheitserreger vom Baby fernzuhalten.
Für die Mutter bedeutet das eine leichtere Anfälligkeit für alle Infektionen und Erkrankungen.
Die werdende Mutter bekommt leichter eine Erkältung in der Schwangerschaft und das Abheilen dauert auch etwas länger als gewohnt.

Medizin oder Hausmittel?

Medizin oder Hausmittel gegen die Erkältung in der SchwangerschaftGenerell wird von Medizin abgeraten.
Wenn Sie eine Erkältung in der Schwangerschaft haben, sollten Sie zuerst die gängigen Hausmittel verwenden. Und falls diese nicht funktionieren oder Sie unsicher sind, ist ein Arztbesuch angeraten.

Hausmittel gegen die Erkältung in der Schwangerschaft

  • Inhalieren:
    Ist die Nase verstopft oder fühlen Sie die Erkältung schon in den Nebenhöhlen, sollten Sie zwei Mal täglich 10 Minuten lang inhalieren. Dazu erhitzen Sie Wasser bis zum Siedepunkt und geben einen Esslöffel Salz hinein. Halten Sie Ihr Gesicht in den Wasserdampf und geben ein Handtuch über Ihren Kopf, damit der Dampf nicht entweicht.
    Schwitzen ist normal aber sollten Sie sich beim Inhalieren schwindlig fühlen, brechen Sie ab. Inhalieren Sie immer nur, solange Sie können.
  • Trinken:
    Besonders bei leichtem Fieber sollten Sie viel trinken. Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen oder Durchfall muss dringend ausgeglichen werden.
  • Essen:
    Auch wenn Sie sich nicht nach essen fühlen, hin und wieder ein Bissen ist wichtig. Versuchen Sie es mit Obst und Gemüse oder etwas Vollkornbrot. Wenn es absolut nicht geht, trinken Sie Fruchtsäfte und Gemüsebrühe um so viele Nährstoffe wie möglich, zu erhalten.
  • Kopfschmerzen:
    Für Kopf- und Gliederschmerzen dürfen Sie Paracetamol nehmen. Achten Sie jedoch genau auf die Hinweise in der Packungsbeilage. Paracetamol ist in geringen Mengen erlaubt, die Konzentration in einer Pille ist jedoch von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Falls Sie sich mit der empfohlenen Menge unsicher sind, fragen Sie in der Apotheke oder beim Arzt.
  • Husten und Atemprobleme:
    Sehr geeignet sind hier Salben mit Eukalyptus oder Ähnlichem. Diese können beruhigend wirken und die Atemwege etwas frei machen. Auch verschiedene Kräutertees können sehr wirksam sein. In der Apotheke gibt es fertige Teemischungen für Erkältungen. Fragen Sie am besten einfach den Apotheker.

Ist mein Baby in Gefahr?

Nein, eine Erkältung in der Schwangerschaft ist nicht gefährlich für Ihr Baby. Sie fühlen sich krank aber, wie erwähnt, Ihr Immunsystem stellt Ihr Baby an die erste Stelle und schützt es sehr gut. Nur ein Überhitzen Ihres Körpers, zum Beispiel durch Fieber oder zu heißes Duschen, ist gefährlich. Sollten Sie während der Erkältung in der Schwangerschaft zusätzlich hohes Fieber bekommen, sollten Sie auf jeden Fall zum Arzt gehen. Der Arzt kann Ihnen sehr wirksame Medizin verschreiben, die dem Baby nicht schadet.

Was ist mit Grippe?

Wenn die Erkältung in der Schwangerschaft keine einfache Erkältung mehr ist, sondern Symptome einer Grippe auftauchen, ist ein Arztbesuch unumgänglich. Haben Sie keine Angst, dass der Arzt Ihnen Antibiotika verschreiben könnte. Es gibt Antibiotika, die in der Schwangerschaft unbedenklich sind. Sagen Sie Ihrem Hausarzt jedoch, dass Sie schwanger sind.

Da die Symptome einer Grippe und einer Erkältung in der Schwangerschaft sehr ähnlich sind, hier eine grobe Gegenüberstellung*:

Erkältung Grippe
Husten Erkältungssymptome +
Schnupfen Fieber
Heiserkeit Muskelschmerzen
Halsschmerzen Appetitlosigkeit
Kopfschmerzen Schüttelfrost / kalter Schweiß
(leichtes Fieber) Erschöpfung / Müdigkeit


* Diese Gegenüberstellung ist nur ein Anhaltspunkt und gibt die Symptome wieder, die in der Regel auftreten. Da jeder Krankheitsverlauf unterschiedlich sein kann, können je nach Person natürlich auch andere Symptome auftreten. Diese Liste ist deshalb tatsächlich nur ein grober Anhaltspunkt.

Sehr wichtig ist hier das Fieber. Grippe ohne Fieber gibt es nicht. Eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur ist noch kein Fieber.
Hier die Definition:

Von erhöhter Temperatur spricht man bis zu etwa 38°.
Von Fieber spricht man bis zu etwa 39,5°.
Von hohem Fieber spricht man bei allem über etwa 39,5°.
Hierbei wird von einer rektalen Messung ausgegangen.

Entdecken Sie weiter Tipps und nützliches Wissen, für eine reibungslose Schwangerschaft in weiteren Artikel.


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