Folsäure in der Schwangerschaft - Warum und wie viel?

in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft – Was ist zu beachten?

Folsäure in der Schwangerschaft

Folsäure in der Schwangerschaft

Folsäure in der SchwangerschaftWährend einer Schwangerschaft gibt es viele Dinge zu beachten. Die Mutter muss sich viel mit ihrem Körper und dessen Veränderungen auseinander setzen.
Frauen beschäftigen sich meist ab dem Einsetzen der ersten Periode immer wieder mit dem Thema Schwangerschaft. Eine Frage, die jedoch meist erst dann auftaucht, wenn es tatsächlich so weit ist- welche Rolle spielt Folsäure in der Schwangerschaft?

Was ist Folsäure?

Folsäure ist ein wasserlösliches Vitamin, das zur Gruppe der B-Vitamine gehört.
Für den Körper ist es essentiell, denn er benötigt es für die Bildung von roten und weißen Blutkörperchen, für Zellwachstum sowie –Vermehrung und für bestimmte Stoffwechselvorgänge. Dennoch wird es nicht vom Körper selbst produziert, sondern muss durch die Nahrung aufgenommen werden.

Aufnahme von Folsäure

Jugendliche und Erwachsene sollten täglich 400 Mikrogramm des Vitamins zu sich nehmen. Der tägliche Bedarf an Folsäure in der Schwangerschaft erhöht sich auf 600 Mikrogramm.
Natürlich enthalten ist Folat, das im Gegensatz zu Folsäure als synthetische Verbindung ein natürliches Vitamin ist,zum Beispiel in Weizenkeimen (271 Mikrogramm-µg-/100 Gramm), Eidottern (127 µg), Spinat (134 µg), Brokkoli (103 µg), Linsen (181 µg) und Walnüssen (55 µg).
Da bestimmte Inhaltsstoffe (wie zum Beispiel Ballaststoffe) in Lebensmitteln die Aufnahme von Folsäure vermindern, wird bei Mischkost nur etwa 50% der enthaltenen Folsäure aufgenommen.
Der erhöhte Bedarf an Folsäure in der Schwangerschaft kann mit Folsäuretabletten gedeckt werden.

Warum ist der Bedarf an Folsäure in der Schwangerschaft erhöht?

Wie viel Folsäure in der Schwangerschaft?Während einer Schwangerschaft braucht der Körper etwa 50% mehr Folsäure als normalerweise. Folsäure in der Schwangerschaft spielt vor allem in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten eine wichtige Rolle und ist somit unentbehrlich.
Mindestens 400 µg Folsäure sollten daher in den ersten 12 Schwangerschaftswochen täglich in Tablettenform aufgenommen werden.Danach kann es abgesetzt werden.
Wenn die Mutter zu wenig Folsäure in der Schwangerschaft zu sich nimmt, kann es zu Schädigungen des Nervensystems des heranwachsenden Babys kommen.
Diese Schädigung wird auch als Neuralrohrdefekt bezeichnet, und führt zu Missbildungen des Rückenmarks, des Gehirns sowie der Wirbelsäule- die Möglichkeit ein Baby mit einem offenen Rücken zur Welt zu bringen steigt.
Planen Sie schwanger zu werden, so sollten Sie schon im Vorfeld mit der Einnahme von Folsäure beginnen. Die Einnahme der Antibabypille erhöht den Bedarf an Folsäure, welcher bei Kinderwunsch schnellstmöglich ausgeglichen werden sollte. Beginnen Sie also frühzeitig mit der Einnahme, so können Sie Reserven in Ihrem Körper anlegen, die Ihr Baby vom ersten Tag an versorgen und dessen Entwicklung unterstützen.
Auch Männer sollten auf eine ausreichende Aufnahme von Folsäure achten, da sich dadurch die Qualität des Spermiums erhöht, und sie weniger genomgeschädigte Spermien haben.

Hat eine zu hohe Dosis an Folsäure negative Auswirkungen?

Folsäure in der Schwangerschaft ist sehr wichtig für Mutter und Kind.
Hat ein erhöhter Folsäurewert aber negative Auswirkungen?
Ein erhöhter Wert von Folat durch die Nahrung wurde noch nie festgestellt. Nimmt man aber eine zu hohe Dosis an Folsäurepräparaten oder Metformin (ein Antidiabetikum) zu sich, beziehungsweise leidet man unter einem Mangel an Vitamin B12, so kann es durchaus zu einem erhöhten Wert kommen.
Bedenklich ist ein erhöhter Wert an sich nicht. Da Folsäure aber einen Vitamin B12 Mangel vertuschen kann, gilt als unbedenklicher Höchstwert 1 µg Folsäure pro Tag.

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