Honig in der Schwangerschaft - Ja oder Nein?

in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft – Was ist zu beachten?

Honig in der Schwangerschaft

Honig in der Schwangerschaft

Honig in der SchwangerschaftHonig besteht vorwiegend aus durchschnittlich 38 % Fruchtzucker (Fructose), 30 % Traubenzucker (Glucose) und ca. 15-20 % Wasser, je nach Honigsorte. Der ernährungsphysiologische Wert ergibt sich hauptsächlich aus dem relativ hohen Zuckergehalt, sowie den enthaltenen Enzymen und Mineralstoffen. Je nach dem Verhältnis von Fructose zu Glucose ist der Honig kristallisiert, also fest, oder auch flüssig. Die Wirkung von Honig ist sehr vielseitig, vor allem als gesunder Süßstoff und als Hausmittel gegen Erkältungen und Husten wird dieses gesunde Süßungsmittel gerne verwendet. Er wird zwar gerne als sehr gesund beschrieben, aber das Thema Honig in der Schwangerschaft, und speziell bei Säuglingen, ist bis heute noch sehr umstritten.

Wie gesund ist der Honig wirklich?

Honig enthält nicht nur Zucker, sondern auch wichtige Begleitstoffe, zu denen u.a. auch natürliche Antioxidanten gehören. Diese wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus und tragen sogar bei regelmäßiger Anwendung zu einer geregelten Verdauung bei (Siehe: Durchfall in der Schwangerschaft). Der Honig bekämpft angeblich ca. 60 verschiedene Bakterien, auch solche, die resistent gegen Antibiotika sind. Bakterien können in der Regel nicht ohne Wasser überleben, da der Honig aber aus ca. 80 % Zucker besteht, wird den Bakterien durch den Honigkonsum das für die Bakterien notwendige Wasser entzogen. Weitere wichtige Begleitstoffe im Honig sind Pinocembrin und Wasserstoffperoxid, beide mit einer antibakteriellen Wirkung.

Honig in der Schwangerschaft: Ja oder Nein?

Honig in der SchwangerschaftHonig in der Schwangerschaft ist weder für die Mutter, noch für das ungeborene Kind schädlich. Auch während der Stillzeit kann man unbesorgt den leckeren Honig genießen, da die schädlichen Bakterien von der Darmflora ausgeschaltet werden und somit nicht in die Muttermilch gelangen können. Der Konsum von Honig ist aber wirklich nur für Mütter geeignet, er darf mit Genuss (wenn vom Arzt nicht anders verordnet) verzehrt werden. Honig ist ein optimaler Süßstoff für Tee und andere Getränke, zum kochen oder backen, sowie auch als idealer süßer Brotbelag. Allerdings sollten bei der Erhitzung eine Temperatur von 40 °C nicht überschritten werden, da ansonsten seine wertvollen Inhaltsstoffe vernichtet werden.

Warum ist Honig für Säuglinge nicht geeignet?

Obwohl Honig in der Schwangerschaft durchaus empfehlenswert ist, sollte man hauptsächlich im 1. Lebensjahr auf keinen Fall Honig füttern, nicht einmal die Brustwarzen oder die Babyflasche mit Honig einreiben, um das Baby zum Milchtrinken anzuregen. Clostridium botulinum ist eine Bakterie die sich zusammen mit Sporen im Honig befindet und zu Säuglingsbotulismus führen kann. Bei Erwachsenen und auch größeren Kindern besteht diesbezüglich keine Gefahr, da die bereits entwickelte Darmflora die für Säuglinge gefährliche Toxinbildung verhindert, weshalb man unbesorgt Honig in der Schwangerschaft konsumieren darf. Honig sollte also sicherheitshalber bei Säuglingen vermieden werden.

Was ist Säuglingsbotulismus?

Diese Krankheit wurde erstmals in den USA 1976 diagnostiziert, in Deutschland wird jährlich ein Fall gemeldet. Beim Säuglingsbotulismus handelt es sich um eine lebensgefährliche Darminfektion, die durch Chlostridium botulinum und seinen Sporen angeblich aufgrund von Honig und oder Ahornsirup entsteht. Im Säuglingsdarm entwickelt diese Bakterie giftige Toxine, die über den Körper verteilt werden und zu schleichender Muskellähmung führen kann. Besonders betroffen sind Säuglinge in den ersten sechs Lebensmonaten. Bei Säuglingen kann keine Antitoxin-Behandlung angewendet werden. Nach dem ersten Jahr ist Honig für Kinder ein bereicherndes Lebensmittel. Was Babynahrungsprodukte angeht, so werden diese bei der Herstellung vorschriftsmäßig erhitzt, so dass mögliche Bakterien dabei vernichtet werden.

Inhaltsstoffe:

Honig besteht hauptsächlich aus Kohlenhydraten, die den Körper rasch mit zusätzlicher Energie versorgen. 100 g enthält durchschnittlich 300 kcal.

    Ernährung mit Honig in der Schwangerschaft
  • Fruktose und Glukose
  • Maltose
  • Saccarose (Rohrzucker)
  • Wasser
  • Knapp 1 % Eiweiß mit wichtigen Aminosäuren
  • 0,2 % Mineralien und Spurenelemente
  • Vitamine, insbesondere Vitamine B
  • Inhibine

Wer auf Honig in der Schwangerschaft nicht verzichten möchte, sollte sich nur für hochwertige Produkte entscheiden. Ein wirklich guter Honig hat eine trockene Oberfläche, ist gut streichfähig und riecht sehr aromatisch.

Vorsicht bei Fenchelhonig!

Honig ist nicht gleich Honig, da die unterschiedlichen Sorten auch verschiedene Wirkungen haben. Vor allem während der Schwangerschaft sollte man unbedingt vor dem Kauf die Beschreibung der verschiedenen Honigsorten genau durchlesen. Honig in der Schwangerschaft wird von Frauenärzten zwar empfohlen, aber nicht bei Fenchelhonig, da dieser bei einer höheren Dosis auf die Gebärmuttermuskulatur eine erregende Wirkung erzielen kann. Bei bestimmten Beschwerden kann die Benutzung durchaus sinnvoll sein, aber ohne einen ärztlichen Rat, sollte man das Risiko eines unerwünschten Schwangerschaftsabbruchs auf jeden Fall erst einmal vermeiden.

Honig zählt in Deutschland übrigens mit zu den Lebensmitteln. Damit er auch wirklich 100 % naturbelassen bleibt, darf dem Honig laut der deutschen Honigverordnung nichts entzogen oder hinzugefügt werden. Der gefilterte Honig bildet hierbei die Ausnahme, da durch eine sogenannte Mikrofilterung ca. 0,5 % vom Pollenanteil entzogen wird, damit der Honig länger flüssig bleibt.

VN:F [1.9.20_1166]
Rating: 5.0/5 (1 vote cast)
Honig in der Schwangerschaft, 5.0 out of 5 based on 1 rating
by admin 0