Joggen in der Schwangerschaft - Erlaubt oder gefährlich?

in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft – Was ist zu beachten?

Joggen in der Schwangerschaft

Joggen in der Schwangerschaft

Joggen in der SchwangerschaftEin Baby kommt- die Freude ist groß, die Gedanken überschlagen sich. Der Körper beginnt langsam, sich umzustellen und zu verändern. Auch im Alltag verändern sich schon vor der Geburt einige Dinge- nichts ist mehr wie vorher.
Werdende Mütter tragen nun nicht nur mehr für sich, sondern auch für ihr heranwachsendes Kind die Verantwortung, und müssen daher besonders auf einen gesunden Lebensstil achtgeben. Viele gehen daher der Frage nach, inwiefern Sport und insbesondere Joggen in der Schwangerschaft gesund beziehungsweise ungesund ist.

Ist Sport in der Schwangerschaft gesund?

Generell ist Sport während und außerhalb einer Schwangerschaft sehr gesund und empfehlenswert. Damit bleiben Sie fit und in Schwung.
Achten Sie aber auf Ihre Gesundheit, und hören Sie auf Ihren Körper. Sie sollten sich nicht dazu zwingen, Sport zu treiben.

Wenn Sie immer regelmäßig Sport treiben, so brauchen Sie auch während der Schwangerschaft nicht damit aufzuhören. Falls Sie sich aber nie sportlich betätigen, und erst in der Schwangerschaft damit beginnen, so sollten Sie es ganz langsam angehen, um weder sich, noch das Ungeborene zu gefährden.
In jedem Fall sollten Sie mit Ihrem Arzt Rücksprache halten.
Sport in der Schwangerschaft wirkt entspannend, hilft Ihnen dabei, nicht mehr als die empfohlenen zehn bis zwölf Kilo zuzunehmen, und wirkt sich auch positiv auf die körperlichen Strapazen der Geburt aus.
Generell sollten Sie einige Dinge beachten:

Laufsport in der Schwangerschaft

  • Ausreichend trinken!
    Trinken ist immer wichtig, während der Schwangerschaft aber noch einmal mehr. Haben Sie immer eine Flasche Wasser dabei.
  • Die richtige Sportart
    Passen Sie die Sportart den neuen Umständen an. Extremsportarten sind während dieser Zeit tabu- generell wird von allen Sportarten, bei denen ein großes Verletzungsrisiko besteht, abgeraten.
    Joggen in der Schwangerschaft ist unter Beachtung einiger „Grundregeln“ erlaubt.
  • Eine angemessene Trainingsintensität
    Achten Sie darauf, dass beim Joggen in der Schwangerschaft und anderen Sportarten der Puls niemals 145 überschreitet. Überanstrengen Sie sich nicht- wenn Sie spüren, dass es zu viel ist, dann machen Sie unbedingt eine Pause.

Joggen ist also erlaubt?

Joggen in der Schwangerschaft gilt grundsätzlich als ungefährlich. Falls Sie aber bisher nicht gelaufen sind, dann sollten Sie jetzt auch nicht damit beginnen. Stattdessen bietet sich beispielsweise Walking an.
Sind Sie das Laufen gewöhnt, so ist Joggen in der Schwangerschaft absolut kein Problem- vorausgesetzt, es handelt sich um eine komplikationsfreie Schwangerschaft und sie, sowie Ihr ungeborenes Kind sind fit und gesund.
Wie lange und wie viel Sie laufen, hängt ganz von Ihnen ab. Überanstrengen Sie sich auf keine Fall. Es kann sein, dass das Joggen während der Schwangerschaft etwas mühsamer ist als davor, und Sie Ihr gewohntes Trainingslevel nicht mehr erreichen. Das ist absolut okay und normal.
Joggen in der Schwangerschaft erlaubt oder gefährlich?Nicht das Training, sondern Gesundheit und Wohlbefinden sollten im Vordergrund stehen. Sollten Sie irgendwann Schwindel, Übelkeit, Krämpfe beziehungsweise ein Stechen im Unterleib, Kurzatmigkeit oder ähnliche Symptome bemerken, Sie brechen Sie das Training auf der Stelle ab, und gehen Sie. Sollten sich die Symptome nach wenigen Metern nicht bessern, scheuen Sie sich nicht davor, einen Arzt zu rufen.

Häufiger als die genannten Beschwerden treten aber Gelenksschmerzen auf. Laufen geht generell auf die Gelenke, und der Großteil der Läufer kennt Schmerzen in Knien und Fußgelenken. Beim Joggen in der Schwangerschaft kann dies vermehrt auftreten, da sich erstens das Gewicht erhöht, und zweitens das Hormon Relaxin produziert wird. Dieses Hormon sorgt dafür, dass die Gelenke und das Bindegewebe gelockert werden. Dadurch besteht für Sie ein erhöhtes Verletzungsrisiko, vor allem wenn Sie auf unebenen Strecken laufen.
Diese sollten Sie aber wegen der erhöhten Sturzgefahr ohnehin meiden.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Obwohl das Joggen in der Schwangerschaft an sich ungefährlich ist, gibt es dennoch einige Regeln zu beachten, damit das auch so bleibt.

  • Dehydration vermeiden
    Wie bei jedem anderen Sport ist auch beim Joggen in der Schwangerschaft ausreichende Flüssigkeitszufuhr absolut wichtig. Wenn Sie dehydrieren, wird der Blutfluss zum Uterus weniger, was frühzeitige Kontraktionen auslösen kann.
  • Richtiges Schuhwerk
    Um die Gelenke zu schonen, sollten Sie richtig gute Laufschuhe kaufen. Unter Umständen kosten diese zwar etwas mehr, doch Ihre Gelenke werden es Ihnen danken. Außerdem vermeiden Sie so eine Zwangspause, welche notwendig wird, wenn Sie vor Schmerzen eine Zeitlang nicht laufen können.
  • Hören Sie auf Ihren Körper
    Noch einmal: wenn Ihr Körper „Nein“ oder „Stopp“ sagt, dann meint er es auch so. Ein Nichtbeachten dessen führt höchstens zu Verletzungen und einem erhöhten Gesundheitsrisiko für Sie und Ihr Baby. Vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft kann der Bauchumfang das Joggen in der Schwangerschaft erschweren. Gönnen Sie sich eine Pause, oder steigen Sie auf schonendere Sportarten wie Nordic Walking oder Schwimmen um.


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