Kaffee in der Schwangerschaft - Erlaubt oder schädlich?

in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft – Was ist zu beachten?

Kaffee in der Schwangerschaft

Kaffee in der Schwangerschaft

Kaffee in der SchwangerschaftEine Schwangerschaft ist eine sehr aufregende Zeit im Leben einer Frau. Der Körper verändert sich, ein Baby wächst heran. Mit der Veränderung des Körpers kommt es auch im Alltag zu Veränderungen. Gewohnheiten werden (zwangsbedingt) geändert und es gibt viele Ungewissheiten. Viele Frauen stellen sich nun die Frage, ob Kaffee in der Schwangerschaft erlaubt ist.

Jede Frau ist anders, und somit auch jede Schwangerschaft. Während vielen die Lust auf Kaffee vergeht, möchten andere nicht auf ihren täglichen Koffeinkick verzichten. Doch ist Kaffee in der Schwangerschaft erlaubt, und wenn ja- wie viel darf Frau davon täglich zu sich nehmen?

Was macht Koffein im Körper?

Um nicht ständig auf Hochtouren arbeiten zu müssen, hat unser Gehirn eine natürliche Bremse eingebaut. Ist unser Gehirn überfordert, so schüttet es „Adenosin“ aus. Dieser Stoff signalisiert dem Körper, dass es Zeit ist, die Leistung zu reduzieren.
Durch Koffein blockieren wir diesen Mechanismus. Außerdem wird die Herztätigkeit angeregt und der Blutdruck erhöht.
Darüber hinaus fördern geringe Dosen von Koffein die Konzentrations- und Speicherfähigkeit des Gehirns.
Ein gesunder Mensch sollte nicht mehr als vier Tassen Kaffee pro Tag zu sich nehmen.
Menschen mit Herz- oder Kreislaufproblemen wird gänzlich vom Kaffeegenuss abgeraten.

Inwiefern ist das Kind davon betroffen, wenn die Mutter Kaffee trinkt?

Wirkung von Koffein in der SchwangerschaftGrundsätzlich gilt, dass sich die Ernährung der Mutter direkt auf das Kind auswirkt.
Während auf Alkohol und Zigaretten gänzlich verzichtet werden sollte, ist Kaffee in der Schwangerschaft in bestimmten Mengen erlaubt.
Forschungen haben ergeben, dass Koffein durch die Plazenta, den Mutterkuchen, ungehindert in den Blutkreislauf des Babys gelangt. Der Fötus hat somit die gleiche Menge an Koffein im Blut wie die werdende Mutter.
Während sich der Abbau des Koffeins im Blut der Mutter von einer normal durchschnittlichen Halbwertszeit von etwa vier Stunden auf zwanzig Stunden verlangsamt, fehlt einem Fötus beziehungsweise Säugling das Enzym zum Abbau völlig.
Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, auch DGE, sollte Kaffee in der Schwangerschaft daher nur in Maßen getrunken werden. Bis zu 300 mg werden als unbedenklich eingestuft- dies entspricht etwa drei Tassen Kaffee.
Dieser Wert sollte nicht überschritten werden, da einige Studien ergeben haben, dass zu viel Kaffee in der Schwangerschaft Auswirkungen auf das Geburtsgewicht des Kindes hat. Kinder, deren Mütter drei Tassen Kaffee täglich zu sich nahmen, weisen ein um 60 bis 70 Gramm geringeres Gewicht auf, als Neugeborene, deren Mütter täglich höchstens eine Tasse Kaffee in der Schwangerschaft tranken.
Außerdem können Babys von Müttern mit vermehrtem Konsum von Kaffee in der Schwangerschaft und während der Stillzeit zu Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen neigen.
Bleibt die Koffeinaufnahme unter 300 mg pro Tag, so gibt es laut Studien keinerlei Abweichungen des Schlafrhythmus.

Worauf sollte hinsichtlich der Aufnahme von Koffein verzichtet werden?

Kaffe Ungesund oder gefährlich?Nicht nur der Konsum von Kaffee sollte in der Schwangerschaft reduziert werden. Viele weitere Lebensmittel enthalten Koffein. Um die als Höchstgrenze angegebenen 300 Milligramm pro Tag nicht zu überschreiten, sollten Sie die tägliche Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme genau überdenken.
Energydrinks und verschiedene Teesorten wie grüner- und schwarzer Tee enthalten, genau so wie bestimmte Limonaden, Koffein und sollten daher ebenso wie Kaffee in der Schwangerschaft nur in Maßen genossen werden. Auch Milchschokolade enthält zwischen 15 und 20 mg Koffein pro 100 Gramm.

Fazit!

Kaffee in der Schwangerschaft ist erlaubt. Sind sie jedoch eine Vieltrinkerin, so sollten Sie den Konsum reduzieren und höchstens 300 mg Koffein pro Tag zu sich nehmen.
Gerüchten über den Zusammenhang zwischen Kaffee in der Schwangerschaft und Fehlgeburten fehlen jegliche wissenschaftlichen Beweise. Die einzige Folge von Kaffeegenuss sind etwas kleinere und leichtere Babys. Dies hat bei einem gesunden Kind aber keine negativen Auswirkungen.
Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, verzichten Sie auf koffeinhaltige Getränke wie Energydrinks, Grün- sowie Schwarztee (30 bis 60 mg pro Tasse), bestimmte Limonaden (zum Beispiel Cola) und Kaffee in der Schwangerschaft. Darüber hinaus können einige Lebensmittel wie etwa Milchschokolade können ebenso Koffein enthalten.

Am besten ist es, dass man soetwas ruhig mit seinem Arzt bespricht um alle Eventalitäten vorab zu klären.

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