Migräne in der Schwangerschaft - Risiken & Behandlungen

in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft – Was ist zu beachten?

Migräne in der Schwangerschaft

Migräne in der Schwangerschaft

Migräne in der SchwangerschaftMigräne kommt vorwiegend bei Frauen vor. Zu den typischen Anzeichen eines Migräneanfalls gehören halbseitige und pulsierende Kopfschmerzen, die in periodischen Abständen auftreten und wiederkehren. Die anfallartigen Schmerzen sind meistens mit Übelkeit, sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit verbunden. Rund acht Millionen Menschen alleine in Deutschland leiden unter dieser neurologische Erkrankung. Die klassische Migräne kann mit sensiblen Wahrnehmungsstörungen verbunden sein, die als Migräneaura bekannt ist und den Kopfschmerzattacken vorangeht. Obwohl diese schmerzhafte Krankheit bereits im Kindesalter auftreten kann, liegt das Durchschnittsalter zwischen 25-45 Jahren. Die pulsierenden Kopfschmerzen in der Schwangerschaft sind vorwiegend halbseitig im Augenbereich, Schläfe und der Stirn. Migräne in der Schwangerschaft ist durchaus möglich, allerdings werden die Attacken bei über der Hälfte der Patientinnen mit Migräne auch weniger, die Statistiken sprechen von einem deutlichen Rückgang zwischen 50-80%.

Mögliche Ursachen für Migräne

Migräne in der Schwangerschaft kann unterschiedliche Auslöser haben, zu den bekanntesten Ursachen gehören:

    Ursachen für Migräne in der Schwangerschaft
  • Hormonelle Faktoren
  • Stress
  • Zu viel oder zu wenig Schlaf
  • Ernährungsfaktoren
  • Umweltfaktoren
  • Genussmittel wie Alkohol, Zigaretten, Kaffee
  • Arzneimittel
  • Genetischer Faktor

Behandlung bei Migräne

Migräne ist auch nicht durch medizinische Maßnahmen heilbar, die Häufigkeit der Anfälle sowie die Intensität kann allerdings deutlich reduziert werden. Zur Behandlung werden beispielsweise Analgetika mit Ibuprofen, Diclofenac oder Paracetamol verwendet, sowie spezifische Therapteutika wie Eletriptan, Naratriptan und Sumatriptan. Nichtmedikamentöse Behandlungsmethoden sind Ruhe und Reizabschirmung. Das Einreiben von Pfefferminzöl auf die Schläfen und Stirn, sowie Aromatherapie sollen angeblich ebenfalls gegen Migräne helfen.

Was tun beinem Migräneanfall in der Schwangerschaft?

Für werdende Mütter sind in der Regel so gut wie alle Schmerzmittel tabu. Obwohl Migräne nachweislich während der Schwangerschaft verschwinden kann, ist das bei einer schweren Migräneattacke kein großer Trost. Auf jeden Fall sollte der Arzt über Migräneanfälle informiert werden, da nicht nur Übelkeit und anhaltende Appetitlosigkeit Mutter und Kind gefährden können, sondern auch das Risiko für Herz- und Kreislauf-Erkrankungen erhöht wird. Für werdende Mütter gilt Paracetamol als sicher, trotzdem sollte vor der Einnahme der Arzt konsultiert werden oder alternative Behandlungsmöglichkeiten bevorzugt werden.

Gerade während einer Schwangerschaft ist Vorbeugung bei Migränepatientinnen unerlässlich.

Vorbeugung und alternative Behandlungsmethoden

Ausreichend Schlaf
Ruhiger Tagesablauf, also Stress unbedingt vermeiden
Autogenes Training
Akkupunktur
Entspannungsübungen
Frische Luft
Nackenrolle und kalte Pressen auf die Stirn
Heiße Dusche oder Baden gehen
Heilpflanzenöl (z.B. Pfefferminzöl)
Magnesium

Magnesium wirkt krampflösend und kann deshalb die Schmerzen bei Migräne in der Schwangerschaft lindern. Der Mineralstoff sollte aber schon vor der Attacke eingenommen werden, also bereits bei den ersten Anzeichen. Zur Vorbeugung sollte Koffein so gut wie möglich vermieden werden.

Warum lässt Migräne in der Schwangerschaft bei vielen Patientinnen nach?

bahanldung von Migräne in der SchwangerschaftDa die genauen Ursachen bis heute noch ziemlich unbekannt aus, geht man davon aus, dass Migräneanfälle aufgrund dem besonders hohen Östrogenspiegel während der Schwangerschaft ausbleiben, bzw. das sich deshalb die Schmerzen in Grenzen halten. Dieser Effekt wird laut Studien besonders in den letzten Monaten der Schwangerschaft deutlich. Bei rund der Hälfte der Patientinnen kamen die Symptome allerdings schon in der ersten Woche nach der Entbindung zur erneuten Erscheinung. Auch eine erhöhte Konzentration von Endorphinen kann für das Nachlassen von Migräne in der Schwangerschaft zuständig sein. Eine veränderte Ernährungsumstellung und eine gesundheitsbewusste Lebensweise hat auf jeden Fall einen wichtigen Einfluss auf den allgemeinen Gesundheitszustand und somit auch auf Kopfschmerzen und Migräne. Schwangere Frauen vermeiden Nikotin und Alkohol, leben stressfreier, sie gewöhnen sich in der Regel einen optimalen Schlafrhythmus an und werden in vielen Fällen am Arbeitsplatz zumindest etwas weniger belastet.

Wie kann man Migräne vorbeugen?

Die besten Maßnahmen um gegen Migräne nicht nur in der Schwangerschaft vorzubeugen, sollten sich auf eine gesunde Ernährung und Aktivitäten an der frischen Luft basieren. Zu einer gesunden Ernährungsweise gehört auf jeden Fall täglich viel Obst, Gemüse und vor allem auch Wasser. Was die Aktivitäten angeht, so genügt es normalerweise mehrmals in der Woche einen ausgedehnten Spaziergang zu machen, ein bisschen Yoga zu machen oder auch mit dem Fahrrad aktiv zu werden. Gymnastik, auch spezielle Gymnastik für Schwangere, eignen sich bestens um Verspannungen abzubauen und den Körper trotz der Übungen mit der richtigen Atemtechnik zu entspannen. Vorbeugende Maßnahmen sind übrigens auch das Lernen von bestimmten Entspannungstechniken, sowie autogenes Training.

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