Nasenspray in der Schwangerschaft - Gefährlich oder erlaubt?

in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft – Was ist zu beachten?

Nasenspray in der Schwangerschaft

Nasenspray in der Schwangerschaft

Nasenspray in der SchwangerschaftBei Nasensprays unterscheidet man generell zwischen systemisch wirksamen und lokal wirksamen Nasensprays. Sie bewirken vorwiegend das Abschwellen der Nasenschleimhaut und sind bei Erkältungskrankheiten beliebte Arzneimittel, damit man wieder durch die Nase atmen kann. Auch gegen Mittelohrentzündungen haben die Nasensprays eine positive und vor allem schnelle Wirkung, die normalerweise schon nach wenigen Minuten nach der Einnahme einsetzt. Die empfohlene Anwendung der abschwellenden Nasensprays liegt bei drei Anwendungen täglich auf einen maximalen Zeitraum von fünf Tagen. Die Einnahme von diesen apothekenpflichtigen Arzneimitteln ist mit Risiken verbunden, Nasenspray in der Schwangerschaft sollte deshalb vermieden werden.

Risiken von Nasensprays

Viele abschwellende Nasensprays enthalten Xylometazolin, ein Wirkstoff, der u.a. für das Abschwellen von entzündeten Nasenschleimhäuten sorgt. Vereinfacht ausgedrückt, hat Xylometazolin eine ähnliche Wirkung wie Adrenalin, d.h., dass dadurch der Blutdruck erhöht wird, wobei sich die Blutgefäße verengen. Dieser Vorgang ist für die Regeneration der Nasenschleimhaut wichtig, für eine werdende Mutter aber absolut gefährlich, da es auch zu einer Gefäßverengung vom Uterus führen kann. Ist das der Fall, dann ist dadurch auch die Durchblutung der Plazenta betroffen, so dass das ungeborene Kind während der Schwangerschaft auch nicht mehr genügend versorgt wird. Xylometazolin kann sich auch auf andere Beiche im Körper auswirken. Wer abschwellende Nasensprays länger als eine Woche einnimmt, fördert das Risiko für chronische Nasenschleimhautentzündungen und Dauerschäden an dieser empfindlichen Haut.

Gesunde Alternativen für schädliche Nasensprays

Vor allem bei einer schweren Grippe ist es schwierig auf ein gutes Nasenspray in der Schwangerschaft zu verzichten, da Erkältungen mit zu den häufigsten Krankheiten in diesen Monaten gehören. Gute und vor allem gesunde Alternativen zum Nasenspray in der Schwangerschaft sind:

  • Salzwasser oder auch spezielle Meerwasser Nasensprays
  • Homöopathische Produkte mit schwangerschaftsverträglichen Präparaten
  • Anthroposophische Nasensprays die sich aus pflanzlichen Inhaltsstoffen zusammensetzen
  • Dexpanthenol nach Rücksprache mit dem Arzt

Muss man bei pflanzlichen Nasensprays in der Schwangerschaft trotzdem aufpassen?

Nasenspray bei ErkältungJa, im Zweifelsfall sollte man immer Rücksprache mit dem zuständigen Arzt halten, um wirklich jedes Risiko bei einer Schwangerschaft nicht nur bei Nasensprays auszuschliessen. Homöopathisches Nasenspray in der Schwangerschaft hat allerdings den Vorteil, dass diese Produkte individuell auf schwangernde Frauen abgestimmt werden können und dieses pflanzliche Mittel auch als Nasentropfen erhältlich sind. Die Auswahl sollte auf jeden Fall mit schwangerschaftsverträglichen Wirkstoffen der Naturmedizin erfolgen.

Wie sieht es mit Salzwasserlösungen aus?

Salzwasserlösungen oder auch ein Salzwassernasenspray in der Schwangerschaft können normalerweise problemlos verwendet werden, da es sich um isotonische Kochsalzlösungen handelt, die auch bei einer Schwangerschaft unschädlich ist. Allerdings sollte man bei diesen Nasensprays während der Schwangerschaft trotzdem auf die enthaltenen Zusatzstoffe achten, da bei einigen Produkten ätherische Öle enthalten sind. Lavendelöl beispielsweise kann in der Regel unbedenklich angewendet werden, aber bei anderen Inhaltsstoffen sollte man sich lieber beim Arzt oder Heilpraktiker genauer erkundigen.

Warum ist auch bei anthroposophischen Produkten Vorsicht geboten?

Obwohl anthroposophische Nasensprays aus der Alternativmedizin in der Rege weitgehend frei von Nebenwirkungen sind, sollte man sich auch bei diesen Produkten genau erkundigen, vor allem was die entsprechende Dosierung dieser Nasensprays in der Schwangerschaft angeht. Auch sollte man sich unbedingt sicher sein, keine Allergien gegen enthaltene pflanzliche Inhaltsstoffe zu haben. In vielen pflanzlichen Nasensprays ist übrigens Aloe Vera enthalten, obwohl diese Pflanze zumindest im Nasenspray bei Schwangeren gut verträglich ist, ist die orale Einnahme mit Vorsicht zu genießen, da Aloe Vera zu Kontraktionen führen kann.

Wie kann man Nasensprays sonst noch vermeiden?

Nasenspray in der Schwangerschaft Erlaubt oder Gefährlich?Um auf Nasensprays nicht nur während der Schwangerschaft zu vermeiden, sollte man erst einmal die Ursachen bekämpfen. Mit einer ausgeglichenen Ernährung kann man sein Immunsystem stärken, so dass man nicht ständig unter Erkältungen leiden muss. Nasensprays in der Schwangerschaft sind nicht nötig, da diese praktischen Helfer gegen eine verstopfte Nase oder verstopfte Atemwege auch noch nicht so lange auf dem Markt sind. Gute Abhilfe schaffen übrigens auch gekochte Eukalyptusblätter, bei denen man den heißen Wasserdampf mit einem starken Eukalyptusgeruch einatmen kann. Auch Kamillenblüten sind ideal für ein schleimlösendes und entzündungshemmendes Dampfbad. Senfauflagen, Quarkwickel oder auch Infrarotlicht auf die Nasen-und Nebenhöhlen sind ebenfalls beliebte Hausmittel um kein Nasenspray in der Schwangerschaft zu verwenden.

Nasensprays in der Stillzeit

Viele Nasensprays wirken sich leider Milchreduzierend aus, weshalb auch dieses Thema bei den Ärzten noch sehr umstritten ist. Wer die Schwangerschaft aber mehr oder weniger problemlos ohne Nasensprays überstanden hat, sollte deshalb auch in der Stillzeit nicht mehr damit anfangen, da der längere Gebrauch sowieso abhängig macht. Es gibt so viele gute Alternativen, so dass man wirklich nicht unbedingt auf ein Nasenspray in der Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewiesen ist.

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