Rauchen in der Schwangerschaft - Folgen & Risken

in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft – Was ist zu beachten?

Rauchen in der Schwangerschaft

Rauchen in der Schwangerschaft

Rauchen in der SchwangerschaftDie Periode blieb aus und ein Schwangerschaftstest beim Frauenarzt bestätigte Ihre Vermutung. Sie sind schwanger. Der Frauenarzt hat Sie gefragt, ob Sie rauchen und als Sie bejahten, riet er Ihnen, mit dem Rauchen aufzuhören. Aus dem Wartezimmer haben Sie eine Broschüre über das Rauchen in der Schwangerschaft mitgenommen. Viele Informationen haben Sie jedoch nicht gefunden. Alles was in der Broschüre stand war, wie schlimm das Rauchen für die Schwangerschaft und das ungeborene Kind ist. Leider wurde darin nicht davon gesprochen, wie schwer es ist, das Rauchen aufzugeben. Es wurde darin nicht vom Entzug oder der nötigen Willenskraft gesprochen. Und es wurde auch nicht erklärt, wie Sie nun am besten und schnell das Rauchen aufgeben können.

Was nun? Weiterrauchen, mit schlechtem Gewissen und der Angst, dass dem Baby geschadet wird?
Natürlich ist das keine Option!
Finden Sie hier alle wichtigen Informationen zum Rauchen in der Schwangerschaft und wie sie der Sucht entgegenwirken können.

Harte Fakten über das Rauchen in der Schwangerschaft

Die Fakten über das Rauchen in der Schwangerschaft sind unangenehm, unschön und hart. Es ist jedoch wichtig, dass Sie wissen, was in Ihrem Körper und mit Ihrem ungeborenen Baby passiert, wenn Sie das Rauchen in der Schwangerschaft nicht aufgeben.
Hier die wichtigsten Fakten:

  • Rauchen behindert die Durchblutung in der Gebärmutter.
    Die Folge davon sind Fehlgeburten, Frühgeburten oder stark untergewichtige Babys.
  • Jeder Zug an der Zigarette schneidet die Sauerstoffzufuhr zum Baby für durchschnittlich drei Sekunden ab.
    Die Folge davon können Hirnschäden, Unterentwicklung, Wachstumsstörungen und Missbildungen sein.
  • Babys die trotz Rauchen in der Schwangerschaft zum Geburtstermin kommen, jedoch sehr leicht sind neigen zu Infekten. Diese Babys bekommen oft Mittelohrentzündungen und Atemwegsinfekte bis hin zu Asthma.

Auch wenn oft gesagt wird…

„Ja aber das ist ja nicht bei allen der Fall. Das Kind kann auch gesund sein oder sich gut entwickeln!“

In der Schwangerschaft mit dem Rauchen aufhörenWollen Sie das Risiko eingehen, dem Rauchen in der Schwangerschaft nachzugeben, und dafür die Zukunft des Babys aufs Spiel zu setzen? Langfristige Schäden sind nicht nur möglich, sondern sogar sehr wahrscheinlich. Von verminderter Intelligenz bis zu Missbildungen kann alles passieren.

„Was, wenn ich während der Schwangerschaft trotzdem weiterrauche?“

Auf der einen Seite ist es Ihre Entscheidung, ob Sie nun rauchen oder nicht. Auch das Rauchen in der Schwangerschaft ist Ihre Entscheidung. Jedoch tragen Sie nicht mehr nur Verantwortung für sich selbst. In Ihnen wächst ein weiterer Mensch heran. Dieser Mensch kann noch keine eigenen Entscheidungen treffen und ist auf Ihre guten und richtigen Entscheidungen angewiesen.
Wenn Sie Rauchen in der Schwangerschaft, seien Sie sich darüber im Klaren, dass Sie sich höchstwahrscheinlich niemals selbst verzeihen werden, wenn Ihr Kind davon geschädigt wird. Sollte Ihr Kind lebenslang mit einer Schädigung leben müssen, die Sie hätten verhindern können, so werden Sie sich sehr schuldig und schlecht fühlen.
Sie können zwischen Schuldgefühlen und Stolz auf sich selbst wählen.
Entscheiden Sie selbst.

„Ich kann nicht aufhören!“

Vielleicht haben Sie schon ein paar Mal versucht, das Rauchen aufzugeben. Mittlerweile haben Sie das Gefühl, dass es einfach nicht klappt.
Machen Sie sich bewusst, dass Sie damals die Entscheidung getroffen haben, zu rauchen. Das Nikotin hat Sie süchtig gemacht.
Auch wenn es eine unangenehme Wahrheit ist, Nikotin ist eine Droge. Im Moment sind Sie körperlich abhängig. Sie kennen das, wenn Sie mal nicht zum Rauchen kommen und nervös oder gar zittrig werden. Das sind Entzugserscheinungen, die Sie dazu bringen so schnell wie möglich eine Zigarette zu finden, damit die Entzugserscheinungen verschwinden.
Jedoch ist ein „Ich kann nicht aufhören!“ nicht wahr. Sobald Sie sich im Klaren sind, dass es eine Sucht ist, wissen Sie auch, dass es möglich ist aufzuhören.
Manchmal hilft ein Leitsatz. Versuchen Sie es mit diesem:

„Wenn Menschen es schaffen, von Heroin clean zu werden, dann kann ich auch mit dem Rauchen aufhören!“

Kein Rauchen während der Schwangerschaft

Es ist alles eine Sache des Durchhaltevermögens und der Willenskraft. Sobald Sie einen Leitsatz und den richtigen Anreiz haben, klappt es auch.
Rauchen in der Schwangerschaft schadet Ihrem Baby mehr als es Ihnen schadet. Dies sollte der größte Anreiz sein, denn sicherlich wünschen Sie sich ein gesundes, glückliches Baby, das sich gut entwickeln kann.

„Wie kann ich mit dem Rauchen aufhören?“

Gerne wird zu Nikotinpflastern oder Ersatzhandlungen geraten. Kennen Sie Tipps wie die folgenden auch?
Solche Tipps sollen Sie vom Rauchen ablenken. Dies jedoch hilft Ihnen auf Dauer nicht. Wenn Sie sich aktiv ablenken müssen, so bedeutet es, dass Sie nicht wirklich aufhören möchten.
Besser ist es, sich der Sucht zu stellen und ihr bildlich gesprochen „ins Gesicht zu lachen“.

Versuchen Sie es mit einer anderen Methode:
Stellen Sie einige Sachen für sich selbst klar. Hier einige Beispiele:

  • Rauchen ist eine Sucht, so wie das Spritzen von Heroin oder Alkoholismus.
  • Ihr Wohlbefinden ist momentan davon abhängig, ob Sie fünf Minuten eine Zigarette an Ihre Lippen setzen können.
  • Sie hören für sich selbst und Ihre eigene Gesundheit auf.
  • Sie hören außerdem auf, weil Sie Ihr Kind damit schädigen.

Diese vier Gedanken sollten jedes Mal in Ihren Kopf poppen, wenn Sie auch nur an eine Zigarette denken. Dies klingt sehr hart, aber Sie müssen im Besiegen einer Sucht leider hart mit sich sein.
Fragen Sie den Frauenarzt beim Ultraschall nach einem Ausdruck des Bildes. Wenn der Drang einmal zu groß wird, sehen Sie sich das Ultraschallbild an, damit realisieren Sie, dass da tatsächlich ein Baby in Ihnen ist, das von Ihrer Entscheidung abhängig ist. Realisierung und Visualisierung!

Der körperliche Entzug dauert etwa fünf Tage. Danach ist es nur noch in Ihrem Kopf. Während des körperlichen Entzuges ist es wichtig, keine Zigaretten in der Nähe zu haben. Sie werden sich in der Regel nervös, launisch und zittrig fühlen. Vielleicht werden Sie aggressiv oder einfach nur sehr müde. Außerdem werden Sie vom Rauchen träumen und, seien Sie sich sicher, diese Träume wirken sehr real.
Warnen Sie Menschen in Ihrem Umfeld vor, dass Sie das Rauchen aufgeben, damit diese vorbereitet sind.

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