Schwimmen in der Schwangerschaft - Erlaubt oder gefährlich?

in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft – Was ist zu beachten?

Schwimmen in der Schwangerschaft

Schwimmen in der Schwangerschaft

Schwimmen in der Schwangerschaft Viele werdende Mütter werden ab dem Zeitpunkt, an dem sie über ihre Schwangerschaft erfahren besonders vorsichtig, um ihr heranwachsendes Baby nicht zu gefährden. Normale Tätigkeiten werden hinterfragt und mögliche Gefahren vermieden. Auch Schwimmen in der Schwangerschaft wird hinterfragt, da viele Meinungen über mögliche Gefahren kursieren.
Doch wie sieht es damit aus?

Ist schwimmen in Ordnung?

Sport in der Schwangerschaft ist generell gut, da die werdende Mutter so besser auf die Geburt vorbereitet ist, Schwangerschaftsstreifen und Rückenschmerzen vorgebeugt wird und es nach der Geburt einfacher ist, Gewicht zu verlieren.
Besonders Schwimmen ist sehr empfehlenswert, da es gelenkschonend ist, und vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft das erhöhte Gewicht so kein Problem darstellt. Die tägliche Belastung durch die Schwangerschaft kann somit zumindest für einige Zeit vergessen werden.
Darüber hinaus ist das Verletzungsrisiko relativ gering. Lediglich beim Raussteigen aus dem Becken und beim Gang durchs Schwimmbad ist Vorsicht geboten, damit die Schwangere nicht stürzt.
Ansonsten ist Schwimmen in der Schwangerschaft der optimale Sport.

Was gibt es zu beachten?

Was gibt es beim Schwimmen in der Schwangerschaft zu beachten?Schwimmen in der Schwangerschaft bereitet vielen werdenden Müttern Kopfzerbrechen, da sie Angst haben, sich im Wasser zu infizieren.
Diese Angst ist aber nur zu einem kleinen Teil berechtigt.
Es stimmt zwar, dass die Abwehrkräfte der Scheide durch die Schwangerschaft geschwächt sind, die Infektionsgefahr ist aber äußerst gering, da das Wasser in Schwimmbädern gut gereinigt wird. Lediglich in kleinen Becken mit vielen Leuten steigt die Gefahr der Infektion etwas an.
Lediglich Whirlpools sollten Sie unbedingt meiden.
Haben Sie vor, in einen See oder Fluss zu steigen, so sollten Sie sich im Vorfeld über die Wasserqualität erkundigen. Ist diese in Ordnung, so besteht auch hier kein Problem.

In welchem Ausmaß darf geschwommen werden?

Wie viel sollte man maximal Schwimmen?Schwimmen in der Schwangerschaft sollte auf keinen Fall als Extremsport betrieben werden. Einige gemütliche Bahnen zu ziehen ist absolut erlaubt und empfohlen.
Achten Sie aber auf jeden Fall darauf, sich nicht überanzustrengen. Denn dies kann für Mutter und Kind sehr gefährlich werden.
Vor allem in den ersten Schwangerschaftswochen kann eine Überhitzung des Körpers durch Überanstrengung zu Schäden des Embryos führen.
Eine Frau, die eine bessere Kondition hat, kann selbstverständlich länger und schneller schwimmen, als eine Frau, die ansonsten wenig bis keinen Sport treibt. Dennoch sollten Sie in jedem Fall auf Ihren Körper hören. Wenn es zu viel ist, ist es zu viel, und Sie sollten sich nicht zu mehr zwingen.
Schwimmen in der Schwangerschaft ist kein Wettkampf, sondern soll Ihnen zur Entspannung und zum Ausgleich dienen.
Die verbesserte Kondition ist hier ein positiver Nebeneffekt.
Weitere Aktivitäten wie Springen und Rutschen sollten Sie aber vermeiden, da das Verletzungsrisiko hier erhöht ist. Gesundheit geht immer vor.

Worauf muss noch geschaut werden?

  • Haben Sie Angst vor Infektionen, so können Sie zur Sicherheit ein, in Olivenöl getauchtes Tampon, einführen. Unbedingt notwendig ist diese Maßnahme aber nicht, denn auch ohne ist die Infektionsgefahr sehr gering.
  • Während des Schwimmens sollten Sie gut auf Ihren Körper hören. Sind Sie durstig, so trinken Sie sofort etwas. Beim Schwimmen merken viele Menschen nicht, dass es Zeit ist, etwas zu trinken, da Sie denken sie schwitzen nicht- aber auch schwimmen ist Sport.
  • Stellen Sie sich am besten eine Trinkflasche gut erreichbar an den Beckenrand, damit sie nicht extra aus dem Wasser steigen müssen.

  • „An Land“ sollten Sie generell sehr vorsichtig sein. Vor allem in Schwimmbädern herrscht teilweise große Rutschgefahr.
  • Legen Sie sich gute, möglichst rutschfeste Schuhe zu, und machen Sie kleine, vorsichtige Schritte.

  • Schwimmen Sie vorzugsweise nicht in vollen Becken. Wenn möglich besuchen Sie Schwimmbäder außerhalb der Stoßzeiten, damit Sie viel Platz haben. Sind zu viele Menschen im Wasser, so besteht die Gefahr, dass Sie (unabsichtlich) in den Bauch getreten werden.


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