Sport in der Schwangerschaft - Welcher Sport ist erlaubt?

in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft – Was ist zu beachten?

Sport in der Schwangerschaft

Sport in der Schwangerschaft

Sport in der SchwangerschaftViele Frauen fragen sich, ob es erlaubt ist, Sport in der Schwangerschaft zu treiben, denn weit verbreiteten Gerüchten zu folge, gefährdet ein Training das Baby. Doch was steckt hinter dieser Meinung?

Ist Sport schädlich für das heranwachsende Kind?

Diese Frage lässt sich eigentlich mit einem einfachen Wort beantworten: Nein!
Sport in der Schwangerschaft ist nicht nur unschädlich, sondern darüber hinaus sehr ratsam.
Von Extremsportarten ist zwar abzuraten, doch ein Training der Ausdauer ist auf jeden Fall von Vorteil.
Eine Schwangerschaft bedeutet eine große Umstellung des Körpers. Das Herz, der Kreislauf, der gesamte Bewegungsapparat sowie die Atmung der werdenden Mutter werden während dieser Zeit besonders beansprucht. Sport in der Schwangerschaft hilft, die Kondition zu verbessern, und wirkt unterstützend.
Wie auch bei vielen anderen Dingen im Leben gilt aber auch hier:

“Besser in Maßen als in Massen.”


Gehen Sie es langsam an!

Laut dänischen Forschern sollte frau es vor allem in der ersten Phase der Schwangerschaft langsam mit Sport angehen. Bis zur 18. Schwangerschaftswoche ist es besser schwimmen oder walken zu gehen, als zu Joggen oder Aerobic zu machen.
Generell sollte Sport in der Schwangerschaft im Zuge von risikoarmen Sportarten durchgeführt werden, anstatt Ski oder Rad zu fahren, beziehungsweise zu Reiten oder Inline zu skaten.
Ein Risiko von Stürzen oder möglichen Unfällen sollte unbedingt vermieden werden.

Wie sollte eine werdende Mutter trainieren?

Sportübungen für SchwangereRegelmäßiger Sport in der Schwangerschaft ist sehr gesund. Er hält sowohl Mutter als auch Kind, welches im Bauch mittrainiert, fit. Das Herz eines Babys schlägt etwa 140 Mal pro Minute. Betätigt sich die Mutter sportlich, so kann die Herzfrequenz auf 160 Schläge pro Minute ansteigen.
Beim Sport in der Schwangerschaft sollte der Puls der Schwangeren niemals dauerhaft über 130 liegen.
Halten Sie sich an die altbekannte Faustregel, sich während der Bewegung noch ohne Anstrengung unterhalten zu können, so sind Sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite.
Gehen Sie beim Sport in der Schwangerschaft generell nie an Ihre Belastungsgrenzen und hören Sie auf Ihren Körper.
Unterlassen Sie Tauchgänge sowie Wanderungen auf eine Höhe von über 2500 Meter, denn leiden Sie an Sauerstoffmangel, so gilt dies auch für Ihr Baby.

Welches Trainingspensum ist empfehlenswert?

Wie viel Sport in der Schwangerschaft empfehlenswert ist, lässt sich nicht generell sagen. Frauen, die schon vorher regelmäßig trainiert haben, brauchen ihr Training auch jetzt nicht aufzugeben. Vier bis fünf Trainingseinheiten pro Woche sind durchaus okay.
Einzig und allein die Belastungsgrenze sollte herunter geschraubt werden.
Auch Nicht-Sportlerinnen wird geraten in der Schwangerschaft mit Sport zu beginnen. Pro Woche sollten etwa drei Trainingseinheiten á 15 Minuten absolvieren. Später wird empfohlen, es auf vier Mal pro Woche á 30 Minuten auszudehnen.
Zu Beginn der Schwangerschaft verspüren viele Frauen auf Grund der auftretenden Übelkeit wenig bis keine Lust auf ein Training, und wenige Wochen vor der Geburt ist der große Bauch oft ein Hindernis. Die beste Zeit um Sport in der Schwangerschaft zu treiben ist also während der 12. und 35. Schwangerschaftswoche.

Welche Sportarten sind empfehlenswert?

Leichte, ungefährliche SportübugenGenerell gilt, dass Sport in der Schwangerschaft moderat sein sollte.
Auf Sportarten, bei denen eine hohe Sturzgefahr (Skifahren, Inline-skaten, Reiten), beziehungsweise ein großes Verletzungsrisiko besteht, sollte verzichtet werden.
Von Kampfsportarten, intensivem Krafttraining (leichtes Krafttraining ist durchaus erlaubt) und Sportarten, die leicht überanstrengen können ist deshalb abzuraten, da sie das Baby durch Schläge, Sauerstoffmangel und einer starken Erhöhung des Pulses gefährden können.
Empfohlen für Sport während der Schwangerschaft sind Ausdauersportarten wie Joggen, Walken, Schwimmen und Rad fahren (am besten auf einem Hometrainer, da im Verkehr ein Sturzrisiko besteht).
Leichte Wanderungen, die unter einer Höhe von 2500 m stattfinden und kein Risiko beinhalten zu stürzen, oder zu anstrengend zu sein, sind ebenfalls eine gute Möglichkeit, um sich zu entspannen und noch dazu Spaß zu haben.

Welche Vorteile hat Sport in der Schwangerschaft?
Sport in der Schwangerschaft stärkt sowohl Ihre, als auch die Ausdauer Ihres heranwachsenden Kindes.
Die ausgeschütteten Endorphine steigern das Wohlbefinden und Sie haben mehr Energie.
Babys, deren Mütter Sport in der Schwangerschaft treiben, kommen vitaler und gesünder zur Welt.
Das Schaukeln im Bauch fördert die Entwicklung der Sinnesorgane.
Ein trainierter Körper ist außerdem besser auf die Strapazen der Geburt vorbereitet.
Wichtig für die Geburt- Trainieren Sie Ihre Beckenbodenmuskulatur.

Wann wird von einem Training abgeraten?

Fitness & Training in der SchwangerschaftVerläuft die Schwangerschaft gut und sind Baby und Mutter wohl auf, so spricht vieles für ein bisschen Sport.
Es gibt aber Gründe, die dafür Sorgen, dass die Schwangere besser auf ein Training verzichtet.

  • Haben Sie bereits Probleme mit Ihren Gelenken, so werden diese durch die Schwangerschaft und das zusätzliche Gewicht alleine schon stark belastet, und sollten nicht noch weiter überbeansprucht werden.
  • Hatten Sie bereits eine Fehl- oder Frühgeburt, so verzichten Sie besser auf Sport.
  • Eine Mehrlingsschwangerschaft oder andere Gründe für mögliche Frühwehen sprechen gegen ein Training.
  • Bei Schmierblutungen, einer zu tief liegenden Plazenta oder Bluthochdruck ist von Sport ebenfalls abzuraten.

Befragen Sie auf jeden Fall Ihren Arzt zum Thema Sport in der Schwangerschaft. Gibt er Ihnen grünes Licht, so genießen Sie ein moderates Training! Denken Sie immer daran, sich nicht zu überanstrengen, genügend zu trinken und auf Ihren Körper zu hören!

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